Lettercamp 2019

Felicitas RohdeAllgemeinLeave a Comment

Lettercamp 2019

 

Impressionen vom Lettercamp 2019

Was für ein Wochenende. Von Freitag um 19.00 Uhr bis Sonntag um 12.00 Uhr haben wir uns beim Lettercamp 2019 Zeit für das Thema Lettering genommen. Einige waren sogar noch früher da und einige sind auch noch länger geblieben.

Dank des unheimlich fleißigen Teams aus Johanna, Charlie, Tanja und Anja fand im Februar 2019 das erste Lettercamp Deutschlands statt. Und es war ein voller Erfolg.

Zusammen mit den Jugendherbergen im Nordwesten wurde das Wochenende organisiert. Das Team rekrutierte vielen namhafte Sponsoren für die Goodiebags, Testtische und zum Stöbern. Die Jugendherberge Bremen stellte die Räumlichkeiten, die Gastronomie und die Unterkunft. Das Ergebnis: Ein Barcamp zum Thema Lettering – das Lettercamp 2019.

Was ist ein Barcamp?

Viele kennen dieses „Barcamp“ nicht. Ich hatte das Glück, dass unser Studiengang im ersten Semester schon eine Lehrveranstaltung in Form von Barcamps gehalten hat – ziemlich cool.

Es ist eine Art Konferenz, die auch „Unkonferenz“ genannt wird. Dabei kommen verschiedene Menschen zu einem Überthema zusammen. Das kann zum Beispiel Fotografie sein. Oder wie in unserem Fall: Lettering.

Im Vorfeld gibt es nur wenige bis gar keine vorgegebenen Vorträge. Bei der Begrüßung im Plenum gibt es dann die Möglichkeit, dass Teilnehmer des Barcamps eine eigene „Session“ vorstellen. Diese Session kann ein Vortrag sein, ein Workshop, eine Diskussionsrunde oder auch eine „Selbsthilfesession“ sein. Hier einige Beispiele vom Lettercamp:

Vortrag: Eine Firma stellt sich und ihre Unternehmensgeschichte vor.
Workshop: Eine bekannte Letteringkünstlerin gibt einen Workshop in Watercolor Florals.
Diskussionsrunde: Preise für kreative Arbeit.
Selbsthilfesession: Tipps für Linkshänder beim Lettering.

Bei einem Barcamp werden im Vorfeld lediglich die Zeitfenster festgelegt. Parallel finden dann mehrere Sessions gleichzeitig statt. Also heißt es für die Teilnehmer: entscheiden! Aber es gibt eine wichtige Regel: Du darfst auch während einer Session gehen und in eine andere Session gehen. Ohne, dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

Und so läuft ein Barcamp Tag ab. In jedem Zeitfenster muss man sich wieder am Session-Board Gedanken machen, welche Session einen am meisten interessiert, sich mit anderen während der Mittagspause oder Kaffepause über die jeweils besuchten Sessions unterhalten und dann am Ende des Tages einen absoluten Informations-Overload haben.

7 Tipps für einen Barcamp Tag

Nachdem ich nun schon auf mehreren Barcamps war, kann ich ein bisschen zusammenfassen, was am praktischsten ist, was man beachten sollte und wie man einen solchen Tag angehen kann.

Nimm nur das Wichtigste mit

Ein Tipp, den ich mir selber immer wieder zu Herzen nehmen muss. Auf jeden Fall ist es wichtig, eine Tasche oder einen Rucksack zum Schleppen zu haben. Im Grund genommen braucht man aber außer etwas zum Schreiben, etwas zum Fotos machen und etwas zum Trinken nichts.

Mach Dir ein Foto

Zuerst vom Sessionplan und dann aber auch von den Sessions. Die Sessiongeber freuen sich, vielleicht auch Deine Follower auf den Social Media Kanälen und vor allem: Dein Gedächtnis. Mit Fotos können wir uns so vieles einfach besser vorstellen und dann im Anschluss auch merken. Teilweise habe ich meine Fotos angeguckt und mir gedacht „Ach stimmt, da war ich ja auch und es war super spannend!“

Session Plan Lettercamo 2019

Bild der Session-Tafel

Links sind die Zeitslots, oben die verschiedenen Räume und die Zettel zeigen die verschiedenen Sessions.

 

Mach Dir Notizen

Auch, wenn es sich während der Session anfühlt, als würdest Du alles kapieren und es Dir merken können – das wird schwierig. Es gibt an einem Barcamp-Tag so wahnsinnig viele Eindrücke, die auf einen einprasseln. Da kann man sich einfach nicht alles merken. Sketchnotes sind natürlich super cool und freuen auch andere, aber einfache Notizen tun es auch. So kannst Du Dir im Nachhinein alles nochmal in Ruhe durchlesen.

Soviel wie möglich, so wenig wie nötig

Trau Dich auch mal zwischen zwei Sessions zu wechseln, nimm Dir aber pro Zeitfenster nicht mehr als eine Session vor. Such Dir dann in einer der Pausen im Nachhinein eher mal jemanden, der bei der Session war, oder sogar den Sessiongeber und frage nach einer Zusammenfassung.

Trink genug

Essen gibt es meistens genug. Frühstück, Mittagspause, Kaffe & Kuchen, Abendessen. Man hat das Gefühl man isst einfach durchgehend. Man vergisst aber gerne das Trinken. Nimm Dir einfach eine Wasserflasche mit, sodass Du auch während des Sessions mal schnell einen Schluck trinken kannst.

Nutze es aus

Nutz ein Barcamp aus! Selten wirst Du so viele Menschen an einem Ort treffen, die die gleichen Interessen haben, wie Du. Setz Dich beim Essen oder in den Sessions mal neben ganz fremde Leute und lerne sie kennen. Du kannst auf so einem Barcamp ganz neue Bekanntschaften und sogar Freundschaften beginnen. Netzwerke und tausche Dich mit anderen aus – jeder hat irgendeinen Mega Tipp oder eine gute Erfahrung, die er mit Dir teilen kann.

Willst Du auch?

Und last but not least: Mach Dir im Vorfeld Gedanken dazu, ob Du auch eine Session halten möchtest, und zu welchem Thema sie wäre. Hast Du eine brennende Frage? Mach eine Selbsthilfesession. Kannst Du irgendwas besonders gut, oder hast einen eigenen Stil oder Trick entwickelt? Mach einen Workshop. Gibt es ein Thema, das Dir besonders wichtig ist, wozu Du Dir viel angelesen hast oder besonders viel Erfahrung hast? Biete einen Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde an.

Zusammenfassung

Ich habe beim Lettercamp 2019 so viele nette Instagrammädels endlich in echt kennengelernt, bekannte Gesichter von der Messe wiedergesehen und auch komplett neue Mädels kennengelernt. Außerdem habe ich meine neue große Liebe zu Fineliner-Hortensien (Dank des tollen Buchs von Alli Koch: Modern Florals* und der stetigen Motivation von Jenny und Maerrie) gefunden, neuen Input zum Thema Preise und Workshops (dank @textmarie) mitgenommen, eine Connection in die Schweiz (Debby , Miri und Katja) gefunden, und was zum iPadlettering von @thatlooksjut gelernt. Und dann auch noch einen Minikleinen One-on-One Aquarell Kurs mit Christin von Maedchenkunst gehabt ?(nachdem ich in beiden Sessions auch drin war).

Die Session zum iPad Lettering mit Julia.
Mini Session mit Christin von maedchenkunst beim Lettercamp 2019

Meine Mini One-on-One Session mit Christin von maedchenkunst in ihrer letzten halben Stunde vor Ort.

Vielen Dank auch an Martina von tinsche_tries_lettering für die Tipps und das liebe Angebot der Unterstützung!

Die Lettermädels – live, verrückt und in Farbe.

 

Danke an das #lettercamp2019 Team. Es war ein super schönes Wochenende. Das war einfach genau das Richtige, um meinen Bachelor – während des Studiums kam ich zum Lettering und habe es durch mein Studium noch viel stärker ausgebaut (dort ist der schoenschrift.shop entstanden) – am Montag danach abzuschließen. Wenn Ihr das Ganze tatsächlich nochmal macht: Ich bin dabei!

 

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